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Positive Wirkungen von Chronikerprogrammen belegt

Erste Ergebnisse der Begleitforschung zeigen: DMP-Teilnehmer leben gesünder. 

Diabetiker, die am Disease-Management-Programm (DMP) der AOK Rheinland-Pfalz teilnehmen, werden besser versorgt und verbessern ihre gesundheitliche Situation. Das ist das Ergebnis des bundesweit ersten Zwischenberichtes zur Auswertung der strukturierten Behandlungsprogramme für chronisch Kranke. Drei unabhängige Forschungsinstitute haben die Daten von etwa 36.000 Teilnehmern des AOK-Programms für Typ-2-Diabetiker in Rheinland-Pfalz ausgewertet.
„Patienten mit Diabetes mellitus erreichen durch die strukturierte Behandlung bessere medizinische Ergebnisse“, erläutert Walter Bockemühl, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz, „vor allem die Blutzucker- und Blutdruckwerte haben sich sehr positiv entwickelt.“ Als großen Erfolg wertet Bockemühl auch die Erkenntnis, dass unter den teilnehmenden Patienten die Zahl der Raucher um etwa 27 Prozent gesunken ist. Denn im Arztgespräch und in den Schulungen werden die DMP-Teilnehmer immer wieder auf die Gefahren durch das Rauchen hingewiesen. 
Der Langzeit-Blutzuckerwert (HbA1c) hat sich bei den Patienten nach eineinhalb Jahren der Teilnahme am Programm im Durchschnitt von 7,0 auf 6,8 Prozent verringert. „Das ist aus medizinischer Sicht eine bemerkenswerte Verbesserung“, erklärt Dr. Bernhard Egger, Arzt und Leiter des Stabsbereichs Medizin beim AOK-Bundesverband. „Wenn die Patienten ihren Blutzucker im Griff haben, sinkt das Risiko für Folge-Erkrankungen wie Herzinfarkte oder Nierenschäden.“ Auch beim Blutdruck der DMP-Teilnehmer zeigen sich positive Entwicklungen. „Viele Diabetiker leiden an zu hohem Blutdruck, der Herz und Blutgefäße schädigt. Eine langfristige Senkung des Blutdruckwertes ist daher ein wichtiges Ziel, das durch unser Behandlungsprogramm besser erreicht wird“, so Egger. Der obere (systolische) Wert sank im Durchschnitt von 151 auf 142, der untere (diastolische) Wert von 84 auf 80 mmHg. 

Walter Bockemühl freut sich, dass mit diesem Ergebnis auch das Engagement der Ärzte bestätigt wird, die sich in Rheinland-Pfalz am dem strukturierten Behandlungsprogramm der AOK für Diabetes Typ 2-Patienten beteiligen und sich dafür einsetzen, dass die Behandlung dieser Patienten optimal koordiniert wird und sie nach den derzeit bestmöglichen Standards medizinisch betreut werden. 
Die Auswertung des AOK-Programms wurden durch das Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (infas) in Bonn, die Prognos AG in Düsseldorf und das Wissenschaftliche Institut der Ärzte Deutschlands (WIAD) in Bonn durchgeführt. Die Kriterien für die gesetzliche Evaluation der DMP-Programme sind vom Bundesversicherungsamt (BVA) verbindlich festgelegt worden. Die Ergebnisse dienen den Krankenkassen und den Ärzten zur weiteren Verbesserung der Programme für die chronisch kranken Versicherten und dem BVA als Grundlage für die Wiederzulassung der DMPs. 

AOK-Chef Bockemühl zeigt sich zuversichtlich, dass bei späteren Auswertungen der derzeit laufenden DMPs für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, Brustkrebs, koronaren Herzkrankheiten oder chronisch-atemwegsverengenden Lungenerkrankungen (COPD) ähnliche Verbesserungen für die teilnehmenden Versicherten erreicht werden können. 

Der erste Zwischenbericht aus Rheinland-Pfalz finden Sie hier als PDF-Download.



Einzel-DMP-Verträge der AOK Rheinland-Pfalz sind erfolgreich.

Statt sich den teuren Kollektivverträgen der Kassenärztlichen Vereinigung anzuschließen, geht die AOK als einzige Krankenkasse im Lande sehr erfolgreich den Weg, Ärzten Einzelverträge zur Teilnahme an den Disease-Management-Programmen (DMP) anzubieten. Diese sind in Absprache und nach Verhandlungen mit zahlreichen selbständigen Ärztenetzen in Rheinland-Pfalz entwickelt worden. Die aktuelle Bilanz der AOK-DMP zeigt nach Aussage des AOK-Vorstandsvor­sitzenden Walter Bockemühl nachhaltig, dass sich dieses System bewährt.

Die AOK ist bisher die einzige Krankenkasse in Rheinland-Pfalz, deren Disease-Management-Programm für Koronare Herzkrankheiten (KHK) vom dafür zuständigen Bundesversicherungsamt offiziell genehmigt ist. Darüber hinaus liegt der AOK schon länger die Akkreditierung für DMP Diabetes mellitus Typ 2 vor, für DMP Brustkrebs steht sie kurz bevor. Mit derzeit insgesamt rund 68.000 Patienten hat die Teilnehmerzahl der strukturierten Behandlungsprogramme der AOK Rheinland-Pfalz einen neuen Höchstwert erreicht. Damit hat die AOK Rheinland-Pfalz, so Bockemühl, bei Diabetes und KHK laut den Statistiken des Bundesversicherungsamtes die zweithöchste Einschreibequote aller westdeutschen Krankenkassen.

Obwohl eine medizinische Bewertung eine Langzeitbetrachtung erfordert, zeigen sich nach Aussage von Walter Bockemühl bei den in das DMP Diabetes der AOK eingeschriebenen Patienten durch die kontinuierliche Betreuung durch die DMP-Ärzte bereits nach 2 Jahren Laufzeit beeindruckende positive Ergebnisse:

  • Erhöhung der Zahl geschulter Patienten von 10 % auf bis zu 75 %

  • Wahrnehmung der bei Diabetes wichtigen jährlichen Augenuntersuchung von 90 % aller Patienten

  • Sicherstellung der empfohlenen medikamentösen Behandlung bei über 60 % der Patienten

  • Verhinderung von altersabhängigen Begleit- und Folgeerkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Fußsyndrom, Erblindung) bei rd. 85 % der Patienten

  • Halbierung der Zahl der Notfallbehandlungen bei entgleisten Zuckerwerten 

Von daher ist Bockemühl überzeugt, dass die AOK Rheinland-Pfalz mit den DMP-Einzelverträgen den richtigen Weg eingeschlagen hat: „Sowohl beim Stand der Akkreditierung als auch bei den Teilnehmerzahlen liegt die AOK Rheinland-Pfalz bundesweit ganz vorne. Davon profitieren die chronisch kranken AOK-Versicherten in besonderem Maße, da ihre medizinische Versorgung durch die DMPs erheblich verbessert werden konnte.“

Auch der Datenschutz ist durch die Einzelvertragslösung bei der AOK absolut gewährleistet. AOK-Chef Walter Bockemühl: „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass sensible Krankendaten nicht irgendwo in Europa, sondern ausschließlich in einer zentralen Datenverarbeitungsstelle der AOK bearbeitet werden.“

Die AOK Rheinland-Pfalz stimmt derzeit mit dem Bundesversicherungsamt noch weitere DMP-Verträge für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sowie Patienten mit Asthma bronchiale bzw. chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen ab, damit diese ebenfalls kurzfristig akkreditiert werden können.

Gegner der Disease-Management-Programme geht es nicht um Interessen der Patienten

 

Immer wieder werden die Disease-Management-Programme für chronisch kranke Patienten in der Öffentlichkeit kritisiert. Teilweise auch von Krankenkassen, die immer wieder behaupten, dass Disease-Management-Programme zu teuer und zu aufwendig seien und den Patienten tatsächlich nichts bringen.

 

Dem widerspricht der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz – Walter Bockemühl – und weist darauf hin, dass die AOK Rheinland-Pfalz mit den Disease-Management-Programmen insgesamt gute Erfahrungen bisher gemacht habe. Bei der AOK Rheinland-Pfalz sind rund 63.000 Patienten in Disease-Management-Programme eingeschrieben. Damit hat die AOK Rheinland-Pfalz bei Diabetes und KHK (Koronare Herzkrankheiten) die höchste Einschreibequote aller westdeutschen Krankenkassen.

 

Obwohl eine medizinische Bewertung der Disease-Management-Programme naturgemäß noch nicht nach einem Jahr möglich ist – so Bockemühl – zeigen sich im Bereich des Diabetes bereits insgesamt beeindruckend positive Ergebnisse. So konnte bei den eingeschriebenen Diabetes-DMP-Patienten eine Verbesserung der Schulungsrate von ca. 10 % auf bis zu 75 % erreicht werden. Die Zahl der für Diabetes-Patienten so wichtigen Augenuntersuchungen wurde bei den AOK-Patienten verdoppelt. Waren beim Eintritt ins DMP 59 % der Diabetes-Patienten mit Bluthochdruck gut eingestellt, lag die Quote eineinhalb Jahre später schon bei 73 %. Ein wichtiger Schritt, um bei diesen Versicherten einen Schlaganfall oder Nierenversagen zu verhindern.

 

Bei den entsprechenden Patienten der AOK Rheinland-Pfalz konnte zudem festgestellt werden, dass nach den ersten 2 Jahren die krankheitstypischen Symptome um 30 % zurückgegangen sind. Auch die Zahl der Notfallbehandlungen wegen einer Entgleisung der Zuckerwerte ist Dank der kontinuierlichen Betreuung durch die DMP-Ärzte seit 2004 stark rückläufig.

 

Patientenbefragungen bestätigen ferner den Nutzen von Disease-Management-Programmen.

Für fast 40 % von ihnen hat sich nach eigenen Angaben die medizinische Versorgung seit der Teilnahme am DMP verbessert. Verschlechterungen in der medizinischen Versorgung durch die Teilnahme am DMP wurden dagegen nicht geäußert.

Rund 80 % der Befragten haben sogar ihre Ernährungsweise umgestellt und bewegen sich öfter.

96 % aller Befragten würden sich wieder in das DMP einschreiben.

 

Angesichts der vorliegenden Daten liegt für den AOK-Vorstandsvorsitzenden Bockemühl das Fazit klar auf der Hand:

DMP bringt eine deutliche Verbesserung der medizinischen Versorgung von chronisch kranken Patienten.

 

Aufgrund der Tatsache, dass die Disease-Management-Programme für alle Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung durch alle gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden müssen, äußern sich Krankenkassen, die nur eine unterdurchschnittliche Beteiligung ihrer Patienten an den Disease-Management-Programmen haben, immer wieder negativ zu den Disease-Management-Programmen. Das ist verständlich, weil sie die Disease-Management-Programme der erfolgreichen Krankenkassen mit zu finanzieren haben. Dies ist auch richtig – so Bockemühl, weil sonst die Kassen, die nahezu 40 % Rentner und chronisch kranke Patienten zu ihren Versicherten zählen, diese Programme nicht finanzieren könnten. Das Hauptziel unseres Gesundheitssystems muss nach wie vor darin bestehen, dass alle Bürger die Möglichkeit haben, eine ihrer Krankheit entsprechende Medizin zu erhalten und nicht, dass Kassen mit überdurchschnittlich vielen Gesunden und gut verdienenden Mitgliedern Überschüsse erzielen und Kassen mit vielen Rentnern und Kranken diese nicht mehr angemessen versorgen können. 

DMP-Vertrag „KHK“ der AOK vom Bundesversicherungsamt genehmigt.

EISENBERG. Seit Oktober 2004 bietet die AOK Rheinland-Pfalz Ärzten und Versicherten die Teilnahme an dem strukturierten Behandlungsprogramm bei Koronaren Herzkrankheiten (KHK) an. Nach eingehender Prüfung hat das Bundesversicherungsamt nun das Programm - als erstes in Rheinland-Pfalz - rückwirkend zum 27. Dezember 2004 akkreditiert und damit ausdrücklich genehmigt.Das Bundesversicherungsamt ist die in der Bundesrepublik allein zuständige Stelle, die alle strukturierten Behandlungsprogramme – auch Disease-Manage­ment-Programme (DMP) genannt  - bundesweit überprüft und zuzulassen hat. Die Genehmigung ist an strenge Auflagen gebunden, die insbesondere die Durchführung des DMP-Programmes, aber auch dessen Qualität für die Versicherten betreffen. 

Wie AOK-Vorstandsvorsitzender Walter Bockemühl informiert, nehmen derzeit bereits etwa 1.200 Ärzte und rund 14.000 Versicherte an dem KHK-Programm der AOK Rheinland-Pfalz teil. Damit kann die AOK die höchste Einschreibequote unter allen westdeutschen AOKs vorweisen. Auch beim strukturierten Behandlungsprogramm für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, das bereits seit längerer Zeit etabliert ist, ist die AOK Rheinland-Pfalz bei den West-AOKs der Spitzenreiter.DMP-Patienten, die sich auf Dauer in die entsprechenden Programme einschreiben, erwartet eine optimale, auf dem neusten wissenschaftlichen Stand basierende medizinische Betreuung. Diese hilft Patienten, ihren Krankheitszustand zu verbessern und schwere Folgen wie zum Beispiel einen Herzinfarkt zu vermeiden, Außerdem sparen sie damit auch insgesamt der Versichertengemeinschaft erhebliche Kosten im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung.Die AOK Rheinland-Pfalz stimmt derzeit mit dem Bundesversicherungsamt noch weitere DMP-Verträge für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sowie Patienten mit Asthma/chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen ab, damit diese ebenfalls kurzfristig akkreditiert werden können.

Patienten, die sich für die Teilnahme an einem Disease-Management-Programm der AOK interessieren, sollten mit ihrem Hausarzt darüber sprechen. In den AOK-Geschäftsstellen, bei der DMP-Hotline 06351 403277 sowie im Internet unter www.aok-dmp.de kann man sich erkundigen, welche Ärzte bereits DMP-Verträge abgeschlossen haben.Zum Seitenanfang

 

Verband der Frauenärzte Rheinland-Pfalz und AOK Rheinland-Pfalz über DMP-Brustkrebs-Vertrag einig. 

Der Verband der Frauenärzte Deutschland e. V. – Landesgruppe Rheinland-Pfalz – und die AOK Rheinland-Pfalz haben gemeinsam den ersten Einzelvertrag für das Disease-Management-Programm (DMP) zur Behandlung von Frauen mit Brustkrebs bundesweit abgeschlossen. Dies teilten übereinstimmend der Vorsitzende des Verbandes der Frauenärzte, Dr. Werner Harlfinger in Mainz und AOK-Vorstandschef, Walter Bockemühl, mit. Wenn es um die Behandlung von Brustkrebspatientinnen geht, ist natürlich die Organisation der Frauenärzte für die AOK Rheinland-Pfalz die erste Wahl als Vertragspartner zur Umsetzung der Disease-Management-Programme für Brustkrebs, so AOK-Chef Bockemühl. 

Für den Verband der Frauenärzte wiederum war das Angebot zum Abschluss eines DMP-Vertrages für Brustkrebspatientinnen deshalb von besonderem Interesse, weil damit dem Verband der Frauenärzte erstmals bundesweit die Möglichkeiten einer eigenen Vertragspolitik gegeben worden ist, noch dazu mit der größten Krankenkasse im Lande, so der Vorsitzende Dr. Harlfinger.

Beide Seiten sehen mit diesem Vertrag die Chance, die Behandlung von Brustkrebspatientinnen erheblich zu verbessern So gibt es in dem AOK-DMP-Vertrag alleine 5 vorgeschriebene Beratungsgespräche in den verschiedensten Behandlungsstadien des Brustkrebses. Im Ergebnis ist damit sichergestellt, so Dr. Harlfinger, dass die Frauen in jedem Stadium und vor und nach operativen Eingriffen intensiv psychosozial betreut werden. Diese Gespräche – die bisher in dieser koordinierten Form über den gesamten Behandlungsprozess so nicht stattgefunden haben - sind jedoch ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg der Behandlung von Brustkrebspatientinnen und vor allem auch für deren Lebensqualität betont Dr. Harlfinger.

Bockemühl wies darauf hin, dass durch den Disease-Management-Programm-Vertrag auch Qualitätsstandards für die Behandlung von Brustkrebspatientinnen vereinbart werden konnten, die es in der bisherigen Form nicht gab. So können z. B. brusterhaltende Operationen nur von Operateuren durchgeführt werden, die dafür eine besondere Qualifikation nachweisen müssen. Gleichzeitig werden nach Aussage von Prof. Dr. Kölbl, Frauenklinik der Universität Mainz, kurzfristig die ergänzenden Verträge mit den Brustkrebszentren in Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Nachdem jetzt eine Einigung zwischen dem Verband der Frauenärzte und der AOK Rheinland-Pfalz über das DMP-Brustkrebs erreicht werden konnte, werden die entsprechenden Einzelverträge noch vor der Sommerpause allen Gynäkologinnen und Gynäkologen übersandt mit der Bitte, diesen Vertrag zu unterzeichnen. Darüber hinaus werden in der ersten September-Woche Informationsveranstaltungen für die rund 600 dem Verband der Frauenärzte angehörenden Mitglieder angeboten und durchgeführt, in denen sowohl Dr. Harlfinger als auch Bockemühl die Inhalte des DMP-Vertrages detailliert erläutern werden. Dr. Harlfinger und Bockemühl erklärten darüber hinaus, dass sie beabsichtigen, noch in diesem Jahr weitere Verträge zur Verbesserung der gynäkologischen Versorgung von Frauen gemeinsam abzuschließen. Dabei gehe es insbesondere um die Intensivierung von Früherkennungsmaßnahmen für Frauen, aber auch um die Stärkung der Rolle von Frauenärzten in der ganzheitlichen Betreuung von Patientinnen die keinen Hausarzt haben. Eigentlich – so Dr. Harlfinger und Bockemühl übereinstimmend – könnte bei diesen Patientinnen auch der Frauenarzt die Rolle des Hausarztes wahrnehmen. Ein solches Versorgungsangebot wäre insbesondere interessant für Frauen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren.
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Hinweise der AOK zum Beschluss des Sozialgerichtes Mainz vom 22.03.2004:

In dem Verfahren prüfte das Sozialgericht entsprechend dem Antrag der AOK, ob der Kassenärztlichen Vereinigung Koblenz bestimmte unsachliche Äußerungen gegen das Disease-Management der AOK Rheinland-Pfalz untersagt werden können. 
Zwar stellte das Sozialgericht fest, dass ein solcher Unterlassungsanspruch nicht besteht. Es begründete diese Auffassung damit, dass das Wettbewerbsrecht auf die Rechtsbeziehung zwischen Krankenkassenverbänden und Kassenärztlichen Vereinigungen nicht anwendbar ist.Gleichwohl bewertete das Sozialgericht in seiner Begründung des Beschlusses die von der AOK kritisierten Äußerungen der KV-Koblenz als "teilweise unsachlich" und die Wortwahl der KV-Koblenz für eine sachliche Zusammenarbeit mit der AOK als nicht förderlich.
Das Sozialgericht hat damit dem Antrag der AOK aus rein formalen Gründen nicht Rechnung tragen können. Die Entscheidung kann keineswegs so interpretiert werden, dass es die Äußerungen der KV-Koblenz gegen das Disease­Management-Programm der AOK als korrekt und zutreffend bewertet.
AOK-DMP-Diabetes-Vertrag vom Bundesversicherungsamt genehmigt.

Der zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und der AOK Rheinland-Pfalz heiß umkämpfte Einzelvertrag der AOK für die Durchführung von Disease-Management-Programmen für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 ist mit Bescheid vom 18.02.2004 rückwirkend zum 27.10.2003 vom Bundesversicherungsamt akkreditiert und damit ausdrücklich genehmigt worden.

Damit ist klar – so AOK-Chef Walter Bockemühl – dass die massiven Angriffe der Kassenärztlichen Vereinigungen gegen den Einzelvertrag der AOK Rheinland-Pfalz gescheitert sind. Das Bundesversicherungsamt ist die in der Bundesrepublik allein zuständige Stelle, die alle DMP-Verträge der Krankenkassen bundesweit überprüft und zu genehmigen hat. Die Genehmigung ist an strenge Auflagen gebunden, die insbesondere die Durchführung des strukturierten DMP-Programmes, aber auch dessen Qualität für die Versicherten betreffen. Die Genehmigung des AOK-Vertrages hat bundesweite Bedeutung, weil damit der 1. Einzelvertrag überhaupt für ein Disease-Management-Programm (DMP) in der Bundesrepublik genehmigt worden ist.

Im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um die DMP-Programme der AOK Rheinland-Pfalz wies Bockemühl erneut darauf hin, dass sowohl für die Ärzte der Abschluss von Einzelverträgen mit der AOK Rheinland-Pfalz als auch für die Patienten die Beteiligung an den Disease-Management-Programmen der AOK völlig freiwillig ist. Dies gilt im übrigen genauso für die DMPs aller anderen Krankenkassen.

Die AOK weist deshalb auch Vorwürfe zurück, sie würde Ärzte unter Druck setzen, mit der AOK einen Einzelvertrag abzuschließen. Allerdings – so Bockemühl – lasse sich die AOK aber auch nicht von den Kassenärztlichen Vereinigungen in Rheinland-Pfalz unter Druck setzen, den selbst nach Aussage der Kassenärztlichen Vereinigungen teuersten DMP-Vertrag in der Bundesrepublik abzuschließen. Die dadurch eingesparten Gelder benutze die AOK lieber dazu, ihre Versicherten – soweit es möglich ist – von der Zuzahlung zu befreien. 

DMP-Patienten, die sich auf Dauer in die entsprechenden Programme einschreiben, helfen nicht nur sich selbst, indem sie ihren Krankheitszustand verbessern und Folgeerkrankungen, wie z. B. Augenerkrankungen, Niereninsuffizienz, Fußamputationen, usw. vermeiden, sondern sie sparen damit auch insgesamt der Versichertengemeinschaft erhebliche Kosten im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung. Aufgrund dieser Erkenntnisse habe der Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen, dass für DMP-Patienten die Zuzahlung insgesamt ermäßigt werden könne – dies sei möglich von 1 % bis zu 100 %. Letzteres werde von der AOK Rheinland-Pfalz praktiziert. Die Kosten der Zuzahlungsbefreiung werden in voller Höhe auch von der AOK Rheinland-Pfalz getragen und gehen nicht in den Risikostrukturausgleich, an dem alle gesetzlichen Krankenkassen teilnehmen, ein. 

Wenn andere Aufsichtsbehörden den Krankenkassen eine Zuzahlungsbefreiung für DMP-Patienten zur Zeit noch verweigern, kann es dafür vielschichtige Gründe geben, z. B. auch die, dass es in einzelnen Bundesländern bis heute noch keine DMP-Verträge gibt.
Durchbruch bei AOK-Diabetes-Vertrag - AOK weist Qualitätskritik an Hausärzten zurück

Eisenberg, 29.04.2003. In einer Veranstaltung am 25.04.2003 in Bad Kreuznach stellte die AOK Rheinland-Pfalz den Sprechern der örtlichen Selbsthilfegruppen des rheinland-pfälzischen Landesverbandes des Deutschen Diabetikerbundes den vorgesehenen DMP-Vertrag (struktureller Versorgungsvertrag) für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 vor. Dabei konnte AOK-Chef Walter Bockemühl berichten, dass das Bundesversicherungsamt als Genehmigungsstelle für alle DMP-Versorgungsverträge in der Bundesrepublik Deutschland dem vorgesehenen Einzelvertrag der AOK Rheinland-Pfalz mit den rheinland-pfälzischen Ärzten ausdrücklich zugestimmt habe. Außerdem bescheinigte auch der Landesdatenschutzbeauftragte für Rheinland-Pfalz der AOK eine datenschutzrechtlich einwandfreie Vorgehensweise im Umgang mit den Patientendaten. Damit – so Bockemühl – breche die Anzeigenkampagne, die einzelne KVen gegen die Einzelverträge der AOK Rheinland-Pfalz gestartet haben (z. B. im Bereich der KV Koblenz) in sich zusammen. Wenn die für die Genehmigung der Diabetes-Verträge zuständige Genehmigungsbehörde - das BVA – und auch der Landesdatenschutzbeauftragte den Diabetes-Versorgungsverträgen der AOK ausdrücklich zustimme, können die KVen nicht behaupten, dass die entsprechenden Verträge der AOK Rheinland-Pfalz minderwertig seien. Vielmehr handelt es sich bei der Kritik der KVen um ein durchsichtiges Manöver, weil diese verärgert sind, dass die AOK nicht bereit gewesen ist, mit ihnen entsprechende Versorgungsverträge abzuschließen.

Die KV Koblenz scheue noch nicht einmal vor der Behauptung zurück, dass die Qualität der AOK-Versorgungsverträge auch deshalb schlecht sei, weil „bei der AOK jeder Hausarzt bei Nachweis einer entsprechenden Qualifikation Schulungen anbieten kann, während die Schulungen bei den anderen Kassenverbänden durch einen diabetologisch qualifizierten Arzt und/oder eine Schwerpunktpraxis erfolgen".

Bockemühl stellte klar, dass selbstverständlich Behandlungen von Diabetespatienten einschließlich Schulungen durch diabetologische Schwerpunktpraxen auch bei der AOK – wie bereits in der Vergangenheit – erfolgen können. Allerdings biete die Möglichkeit, im Rahmen eines strukurierten Behandlungsprogrammes in geeigneten Fällen auch Schulungen durch den Hausarzt durchzuführen eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Behandlungssituation in hausärztlichen/allgemeinmedizinischen Praxen. Schließlich richten sich die Einzelverträge in erster Linie auch an Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten, damit in deren Praxen das vom Gesetzgeber vorgesehene strukturierte Behandlungsprogramm für Diabetespatienten auch tatsächlich umgesetzt werde. Damit werden der Hausarzt oder die hausärztlich tätigen Internisten die zentrale Rolle im Disease-Management-Programm (Versorgungsprogramm) für Diabetespatienten übernehmen. Die Resonanz der niedergelassenen Ärzte sei außerordentlich positiv. Trotz der Kampagne der KVen gegen die einzelvertragliche Lösung haben sich immerhin 400 Mediziner von 2.500 in Frage kommenden Ärzten/Ärztinnen bei der AOK Rheinland-Pfalz gemeldet und ihr Interesse an einem Direktvertrag bekundet.

Im Mai und Juni 2003 werden viermal pro Woche Ärzteveranstaltungen von der AOK Rheinland-Pfalz durchgeführt. AOK-Chef Bockemühl rechnet mit der Umsetzung der ersten DMP-Verträge unmittelbar im Anschluss an die jeweiligen Veranstaltungen, so dass bereits Anfang Mai 2003 AOK-Versicherte in den Genuss des Behandlungsprogramms kommen können.

Der Landesvorsitzende des Deutschen Diabetikerbundes, Alois Michel, ist davon überzeugt, dass durch das strukturierte Behandlungsprogramm der AOK sichergestellt ist, dass alle Diabetespatienten in Rheinland-Pfalz, die an diesem Programm teilnehmen, eine qualitativ hochwertige und stukturierte Behandlung ihrer Krankheit erwarten können. „Positiv bei der Vorgehensweise der AOK Rheinland-Pfalz, so der Landesvorsitzende des Diabetikerbundes sei, dass die Versicherten jetzt endlich kurzfristig in den Genuss eines Behandlungsprogrammes kämen, welches in allen Punkten den medizinischen und vertragsrechtlichen Vorgaben des Gesetzgebers entspreche.

Die an der Veranstaltung teilnehmenden Sprecher der örtlichen Selbsthilfegruppen des Deutschen Diabetikerbundes begrüßten den Schritt der AOK ausdrücklich und sagten der Kasse ihre Unterstützung zu, über Einzelverträge den ersten bundesweiten Einstieg in die Disease-Management-Programme für Diabetes mellitus Typ 2-Patienten kurzfristig zu realisieren. Sie bedankten sich außerdem für die umfassende und vollständige Beantwortung der zahlreichen Fragen.
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Durchbruch bei Diabetiker-Versorgung in Rheinland-Pfalz.
- Erster Direktvertrag zwischen einer Krankenkasse und Ärzten in der BRD -


Eisenberg, 10.03.2003. Vor rund 100 ärztlichen Diabetologen erklärte AOK-Chef, Walter Bockemühl, in einer Veranstaltung am 8. März 2003 in Bretzenheim bei Bad Kreuznach zur Verbesserung der Versorgung von Diabetes mellitus-Typ 2-Patienten jetzt Direktverträge mit niedergelassenen Ärzten abzuschließen.

Staatssekretär Dr. Richard Auernheimer vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit erklärte in der gleichen Veranstaltung, dass es bisher bundesweit noch nicht gelungen sei, die vom Gesetzgeber vorgesehenen Disease-Management-Programme (strukturierte Behandlungsprogramme) für Diabetes-Patienten umzusetzen. Er begrüßte deshalb den Schritt der AOK Rheinland-Pfalz, die Disease-Management-Programme (DMP) jetzt auch durch Direktverträge mit niedergelassenen Hausärzten und Internisten umzusetzen.

Bockemühl erklärte, dass die AOK Rheinland-Pfalz es aufgegeben habe, mit den vier Kassenärztlichen Vereinigungen weiterhin einen Vertrag zur Durchführung der Disease-Management-Programme in Rheinland-Pfalz abzuschließen. Dies liege allerdings nicht am Widerstand der Kassenärztlichen Vereinigungen oder deren destruktivem Verhalten, sondern vielmehr daran, dass der Weg, den der Gesetzgeber für die Vertragsabschlüsse mit den Kassenärztlichen Vereinigungen vorsehe, zu bürokratisch und letztlich nicht praktizierbar sei. So reiche es nicht aus, nur mit den Kassenärztlichen Vereinigungen entsprechende Verträge abzuschließen; vielmehr müssten dann auch eine ganze Reihe von weiteren Verträgen noch zusätzlich geschlossen werden, die z. T. erhebliche Investitionen zur Folge haben. Insbesondere müssten zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen jeweils eine Arbeitsgemeinschaft gebildet werden, eine Datenannahmestelle errichtet werden, usw.

Anmerkung:

Die vertraglichen Regelungen bei einem KV-Vertrag und die daraus sich ergebenden weiteren Nachfolgeverträge verdeutlicht das als Anlage 1 beigefügte Schaubild. Außerdem ist in Anlage 2 der einfache Vertragsweg zwischen AOK und den jeweiligen Ärzten (Einzelverträge) dargestellt.

Deshalb überrascht es nicht, dass bis heute - trotz zahlreicher Verträge von Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen - noch nirgendwo in der Bundesrepublik Deutschland die Disease-Management-Programme realisiert worden sind, obwohl der Gesetzgeber diese bereits zum 1. Juli 2002 eingeführt hat. Aus diesem Grunde werde die AOK Rheinland-Pfalz in dieser Woche damit beginnen, insbesondere den Allgemeinmedizinern und hausärztlich tätigen Internisten – wovon es rund 2.200 in Rheinland-Pfalz gebe – Direktverträge anzubieten, in denen die Inhalte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zur Umsetzung der strukturierten Behandlungsprogramme dargestellt sind. Damit werden der Hausarzt oder die hausärztlich tätigen Internisten die zentrale Rolle im Disease-Management-Programm übernehmen. Der Hausarzt steuert den gesamten Behandlungsprozess, begleitet nach einem strukturierten Behandlungsprogramm seine Diabetes-Typ 2-Patienten, veranlasst zu bestimmten Terminen die notwendigen Untersuchungen, aber auch Überweisungen in fachärztliche Praxen – insbesondere auch zu regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen.

Durch das strukturierte Behandlungsprogramm und die jeweiligen inhaltlichen Vorgaben ist sichergestellt, dass alle Diabetes-Patienten in Rheinland-Pfalz, die an diesem Programm teilnehmen, davon ausgehen können, dass ihr Arzt die vorgegebenen Behandlungsschritte und –ziele auch beachtet und die erforderlichen Maßnahmen trifft, damit diese Ziele dann auch im Zusammenspiel mit anderen Ärzten erreicht werden. Unabhängig davon kann der Arzt auch über das Behandlungsprogramm hinausgehende ärztliche Untersuchungen, aber auch Behandlungen durchführen. Die Behandlungsprogramme setzen insoweit lediglich Mindeststandards in der Behandlung voraus, die zwar auch heute schon in vielen Fällen von Ärzten beachtet werden, allerdings in vielen Fällen auch nicht.

Durch diese strukturierten Behandlungsprogramme kommt es zu einer flächendeckenden Anhebung der Qualität in der ärztlichen Behandlung bei Diabetes-Typ 2-Patienten.

Die Teilnahme an den Disease-Management-Programmen ist sowohl für den Patienten als auch für die Ärzte freiwillig. Der Patient erklärt seine Bereitschaft für die Teilnahme durch seine entsprechende Unterschrift und durch eine Zustimmungserklärung, dass die im Rahmen des Disease-Management-Programmes anfallenden Daten an die Krankenkasse weitergegeben werden können. Die Krankenkasse nutzt diese Daten ausschließlich für die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Zwecke – nämlich für die vorgeschriebene Qualitätsprüfung der Disease-Management-Programme, die letztlich vom Bundesversicherungsamt überprüft werden. Der Arzt wiederum erhält für die notwendige Dokumentation der im Rahmen des Disease-Management-Programmes durchgeführten Leistungen Pauschalgebühren von der AOK.

Die 100 ärztlichen Diabetologen in Rheinland-Pfalz begrüßten den Schritt der AOK ausdrücklich. Sie sagten ihre Unterstützung bei dem von der AOK eingeschlagenen Weg ausdrücklich zu, über Einzelverträge den ersten tatsächlichen bundesweiten Einstieg in die Disease-Management-Programme für Diabetes-Typ 2-Patienten zu erreichen.
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